Inklusive orientierende Berufsbildung, Schulung & Vermittlung für junge Menschen

Das inklusive Berufsentwicklungsjahr (BenJa)

Berufsentwicklung und -orientierung für junge Menschen
auch mit Hilfebedarf oder Benachteiligung in einem inklusiven Konzept

Zusammenfassung

pasapa (französisch „pas a pas = Schritt für Schritt“) richtet sich mit seinem integrativen (inklusiven) Bildungsangebot an:

  • Schulabsolventen1 aller allgemeinbildenden Schulen (von der Förderschule bis zum Gymnasium), die eine Berufsvorbereitung und Berufsentwicklung suchen.

  • Für diese Zielgruppe wird ein vorbereitendes  Berufsentwickungsjahr (BenJa) angeboten. Das Ganztagsangebot findet in der pasapa Berufsbildungsstätte mit angeschlossenem Internat statt. Bestandteil des Jahres ist (nach Möglichkeit) der 3-monatige Aufenthalt in einer geeigneten Initiative oder Einrichtung im Ausland, durch die der Blick "über den Tellerrand hinaus" geweitet werden soll. Das Angebot wird so ausgerichtet, dass sowohl ein(e) Abiturient/in mit sehr gutem Abschluss wie auch ein Förderschüler ohne Abschluss die individuellen und adäquaten Förderungen und "Sprungbretter" nicht nur für das berufliche Leben findet, sondern zugleich auch eine Festigung der gesamten Lebenssituation erreicht.

Neben vielfältigen praktischen und theoretischen Lerninhalten und individueller Einzelarbeit mit den Teilnehmern wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Entwicklung der Teamfähigkeit und auf den positiven Umgang mit auftretenden Schwierigkeiten im Beruf und im individuellen Leben gesetzt. Die Schwierigkeiten beim Gehen des eigenen beruflichen Lebensweges sind symbolisiert in den „zwei linken Füßen“ des Logos von pasapa. Zu einem Teil stammen die Teilnehmer des Projektes aus der Gruppe benachteiligter oder junger Menschen mit Berufseinstiegsproblemen und ggf. mit Hilfebedarf. Vorgesehen sind zunächst 2 Gruppen á 12 Teilnehmern. Die Voraussetzung für die Teilnahme ist der Wille der Teilnehmer, sich beruflich zu entwickeln.

Einstellung: Jede(r) wird gebraucht und ist wichtig!
Ziel: 100% Eingliederung

pasapa will

a) jungen Menschen an der Schwelle zum Berufseinstieg

  • auf Basis ihres individuellen Fähigkeitenprofils eine klare, machbare berufliche Perspektive vermitteln

  • helfen, ein breites Spektrum praktischer Fertigkeiten anzulegen und so

  • die Motivation zur beruflichen Lebensgestaltung stimulieren und gezielt fördern

  • einen realistischen Einstieg in das Berufsleben ermöglichen und vor Ort begleiten

  • bei Bedarf notwendige und geeignete (Integrations-)Arbeitsplätze schaffen und vermitteln

Arbeitsweise

Das Projekt arbeitet dreistufig:

  1. Vorbereitung: Zunächst wird mit den Teilnehmern, ggf. ihren Eltern, Betreuern oder Beratern der Bedarf ermittelt und bereits vorab ein individuelles Berufsentwicklungs- und Mentoren-Programm erarbeitet

  2. Schulungsphase: Das Zentrum des Konzeptes bildet der einjährige internatsmäßige Aufenthalt in der pasapa Berufsbildungsstätte. Eine gewisse Abgeschiedenheit und der Abstand zur gewohnten Sozialisation fördert die Neuorientierung, die Teambildung und die biografische Reflektion. Durch gezielte Praxiseinsätze in unterschiedlichsten Bereichen, sportliche Herausforderungen, starke Natureindrücke als Stimulation und Herausforderung wird ein Fähigkeitenprofil entwickelt und eine berufliche Orientierung ausgearbeitet. BenJa ermöglicht es den Teilnehmern in einer nachfolgenden Berufsausbildung in das zweite Lehrjahr einzusteigen.

  3. Nachbegleitung: Nach der Rückkehr in ihr Lebensumfeld werden die Projektteilnehmer durch qualifizierte Fachkräfte dabei begleitet, die selbst gesetzten Ziele und den selbst verfassten Plan Schritt für Schritt mit Leben zu erfüllen und zu realisieren.

Leistungen BenJa

Zielgruppe

Angesprochen sind Jugendliche beiderlei Geschlechts der Altersgruppe von 17 bis ca. 28 Jahren, die

  • nach erfolgreichem Abschluss ihrer allgemeinbildenden Schullaufbahn eine berufliche Vorbereitungs- und Orientierungsphase einschieben möchten oder die

  • Probleme beim Übergang von der Schule zum Berufsleben haben, die in sozialen oder psychischen Veranlagungen begründet sind (ADHS, Autismus/Asperger, Lernschwächen, psychische Störungen, soziales Umfeld).

Durch diese explizite Offenheit für beide Zielgruppen wird der integrative Charakter des vorbereitenden Berufsbildungsjahres (vobbja) unterstrichen, gemäß dem Motto: „Gelebte Inklusion“.

Für Menschen mit akuten psychischen Krankheitsbildern, Suizidgefährung, akuter Suchkrankheit und/oder Neigung zu Gewalttätigkeit ist das Projekt nicht eingerichtet. Entscheidend ist die eigene Motivation der Teilnehmer.

pasapa nimmt Teilnehmer aus ganz Deutschland auf.

Inklusion als SelbstverständlichkeitFreude

Das Ziel ist die volle Integration in den ersten Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, die den Teilnehmer ein dauerhaft eigenständiges Auskommen ermöglicht, ggf. mit Hilfe von (temporären) Fördermitteln und/oder nach Aushandlung von besonderen Arbeitsverträgen mit Spezialkonditionen.

Ablauf der Teilnahme

Die Abläufe werden für jeden Teilnehmer individuell zugeschnitten, daher kann hier nur ein Regelablauf dargestellt werden.

  1. Vorbereitungsphase:
    In Abstimmung mit Beratern vor Ort (Jugendhilfe, Schulen, Agentur für Arbeit, Sozialämter und andere Leistungsträger) wird der Bedarf ermittelt und die Finanzierung der Teilnahme sichergestellt. In diversen vorbereitenden Gesprächen werden Vorbildung, eigene Zielsetzungen und Motivation der Teilnehmer erfragt und dokumentiert.
     

  2. berufliche Basisorientierung und -bildung(Schulungsphase)
    In dieser Phase werden die Teilnehmer vollstationär in der Bildungseinrichtung von pasapa aufgenommen. Die Dauer der Aufnahme beträgt mindestens 3 Monate, wird in der Regel aber deutlich länger sein. Ein Jahr sollte für diese Phase jedoch im Regelfall nicht überschritten werden. In dieser Zeit durchlaufen die Teilnehmer ein sehr intensives Programm von rotierenden thematischen und praktischen  Angeboten. Da das zu übernehmend e Gebäude für die Einrichtung aller Voraussicht nach einen erheblichen Sanierungsbedarf aufweist, wird ein Teil des Angebotes die Mitwirkung an dieser Sanierung sein, die integrativer Bestandteil des Projektes ist. (siehe "Lokale Handwerksbetriebe"). Die Teilnahme ist dabei so organisiert, dass jeder Teilnehmer an jedem Gewerk turnusmäßig beteiligt ist und jeweils eine fachlich und pädagogisch qualifizierte Anleitung erhält.
    Darüber hinaus gibt es kursweise und fortlaufende Angebote (es werde nicht immer alle Angebote gleichzeitig bereitgehalten):

    Allgemeine Inhalte

  • Bewerbungstraining
  • Selbstdarstellung
  • Rhetorik
  • Englisch
  • Mathematik für Praktiker
  • EDV-Basiskurs
  • EDV-Office
  • Buchhaltung
  • betriebliche Organisation
  • Kommunikationstraining
  • Teamtraining

Praktische Fähigkeiten z.T. mit Zertifikat (je nach Eignung)

  • Motorsägenschein
  • Staplerschein
  • Kochkurs (10 schnelle Mahlzeiten frisch zubereitet)
  • Assistent/in Hauswirtschaft
  • Assistent/in Haustechnik
  • Assistent/in Veranstaltungstechnik
  • Bauhelfer
  • Assistent/in Fahrzeugtechnik
  • Assistent/in Garten- und Landschaftsbau
  • Assistent/in Medientechnik n(Audio, Video)
  • Assistent/in Anwendungsentwicklung
  • Grundkurs Pferdetraining
  • Segelschein

Sportliche Aktivitäten und Kreativprojekte

  • Reiten
  • Hochseilgarten,
  • Segeln auf der Ostsee (eigene und gecharterte Boote)
  • Mountainbiking, KMX Outdoor-Racing
  • monatliche Castingshows (öffentlich) in den Kategorien: Gesang, Band, Theater, Comedian
  • Theaterprojekt
  • in bildender und darstellender Kunst und anderes mehr. Darüber hinaus wird bei Bedarf über externe Dienstleister und interne Betreuung das Nachholen eines benötigten Schulabschlusses gefördert und begleitet.

Als Abschluss des BenJa erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat und eine Dokumentationsmappe mit Berichten und Bewertungen über alle durchlaufenen Arbeitsbereiche und Praktika.

  1. Finden eines Ausbildungs- / Arbeitsplatzes
    Bereits in Phase 2 wird damit begonnen, für jeden Teilnehmer nach Möglichkeiten zu suchen, auf Dauer ein eigenständiges wirtschaftliches Auskommen zu erwirtschaften. Die enge Kooperation mit den lokalen Betrieben fördert dies. Primär wird nach geeigneten Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen gesucht, sollten diese nicht zu finden sein, wird versucht, Firmen bei der Schaffung von Integrationsarbeitsplätzen (z.B. nach §16e SGB II)  zu beraten und zu unterstützen.
    Aber auch die Konzeption und der Aufbau einer selbständigen Existenz wird im geeigneten Fall qualifiziert unterstützt und begleitet, bis hin zur Hilfe bei der Erstellung von Geschäftsplänen, dem Beantragen von Fördermitteln usw.
     

  2. Nachbetreuung vor Ort
    Für alle Teilnehmer ist im Idealfall bereits während der stationären Phase ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden worden. Aber auch dann (und gerade dann!) wird eine Begleitung vor Ort über einen individuell bemessenen Zeitraum notwendig sein. Dabei ist das Prinzip der kurzen Wege sehr wichtig: Der oder die Betreuer/in sollte vor Ort ansprechbar sein und in Not- oder Krisenfällen intervenieren können, zugleich aber auch bei der Bewältigung des Alltags unterstützend und begleitend zur Verfügung stehen.
    Aus diesem Grund hat pasapa ein Netzwerk von fachlich qualifizierten Betreuern (meist Sozialarbeiter/Sozialpädagogen) aufgebaut, die einen spezielle Schulung durchlaufen haben, das Arbeitsprinzip von pasapa kennen und daher nahtlos an die während des stationären Aufenthaltes erarbeiteten Lebens- und Berufsentwürfe anknüpfen können. Die Leistungen in der Nachbetreuung werden in der Regel auf Basis von Fachleistungsstunden abgerechnet, können aber auch pauschaliert werden.
     

Vorbereitung auf Schulabschluss, Lerninhalte vermitteln

Die Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss kann bei Bedarf über einen geeigneten Fernstudienanbieter (z.B. Flex) mit angeboten werden. Vor Ort wird die Abschlussvorbereitung dann durch einen erfahrenen Pädagogen aus diesem Schulsegment begleitet. Für Teilnehmer, die noch Schüler sind (eher die Ausnahme), wird dafür gesorgt, dass die die notwendigen Schulstoffe erarbeitet werden, so dass nach dem Aufenthalt keine diesbezüglichen Defizite auftreten.

Erlernen einer eigenständigen Tagesstrukturierung

Für viele Jugendliche ist ein geordneter Tagesablauf ein Novum und eine Herausforderung. Bewusst gestaltete Tagesabläufe sind daher besonders während der Zeit der Schulungsphase ein wesentlicher Baustein, auf den viel Wert gelegt wird.

Eigene Versorgung

Die Teilnehmer müssen für die Verpflegung und Sauberkeit während ihres Aufenthaltes sorgen. Entsprechende Dienste in Teams werden eingeteilt.

Arbeitsprojekte, Tagungsbetrieb

Auch in der Gebäudesanierung und Renovierung arbeiten die Teilnehmer mit . Dabei werden handwerkliche Fähigkeiten entdeckt, genutzt und durch entsprechende Anleitung weiterentwickelt.

Zu einem späteren Zeitpunkt (im 2. oder 3. Jahr) soll dieser Bereich dadurch aufgewertet werden, dass ein kleiner Tagungsbetrieb gestartet wird. Für dessen Aufrechterhaltung werden die Teilnehmer dann mit verantwortlich sein

Aktivitäten in der Natur

Ein wichtiger Bereich wird ein reichhaltige Angebot an Aktivitäten in der Natur (Klettern im Hochseilgarten, Reiten, Segelexkursionen, Wandern, Waldpflege). 

Freiprojekte

Neben den bereits beschriebenen Aktivitäten soll jeder Teilnehmer sich ein Projekt auswählen, das er völlig eigenständig im Verlauf seines Aufenthaltes erarbeitet. Das Projekt wird aktiv angeregt und qualifiziert begleitet.

Morgen- und Abendkreis, Wochenrückblick, Tagebuch/Blog

Jeweils morgens und abends trifft sich die gesamte Gruppe zu einem Vor- bzw. Rückblick zur Verteilung von Tagesaufgaben bzw. zu deren gemeinsamer Auswertung. Am Samstag findet der ausführliche Wochenrückblick statt. Alle Teilnehmer sollen ein Tagebuch bzw. auf der Projektwebsite einen Blog führen.

Betreuer

Je nach der Anzahl der Teilnehmer wird das Team der pädagogisch-psychologischen Betreuer aufgestockt. Je höchstens 6 Teilnehmer soll in der Projektphase 1 Fachkraft zur Verfügung stehen.

Kosten, Tagessatz

Für die Teilnehmern ist das vobbja kostenlos. Allerdings werden die Teilnehmer/innen dazu aufgefordert, sich aktiv an der Mittelakquisition (Spendenaktionen, Patenschaften aus dem Verwandten- und Freundeskreis, Sponsoring-Aktionen) zu beteiligen. 

Die Reisekosten zum Ort der pasapa Bildungsstätte sind nicht enthalten. Die Kosten für die Nachbetreuung werden gesondert abgerechnet.

Kostenträger

Als Kostenträger für das Projekt sind überwiegend die regionalen, landes-, bundes- und EU-weiten Kostenträger des Sozial-, Arbeits- und Bildungswesens vorgesehen, also Jugend- und Sozialämter, die Bundesagentur für Arbeit; ebenso werden geeignete Förderprogramme auf Landes- und EU-Ebene in Anspruch genommen.

Darüber hinaus wird versucht, einen Teil der Kosten über Stiftungsmittel zu akquirieren, außerdem werden Spenden und Sponsoren eingeworben. Für letzteres sollen unter anderem auch Aktivitäten im Crowdfunding entfaltet werden, die zum Teil auch von den Teilnehmern selbst geplant und durchgeführt werden.

Das integrative Konzept

pasapa setzt mit seinem vobbja entschieden auf die Tatsache, dass jede/r Teilnehmer/in , egal ob Einser-Abiturient oder Förderschulabsolvent vorbehaltlos und unter völlig gleichen Bedingungen in das Projekt eintritt. Wer diejenigen sind, die „Hilfebedarf“ oder als „benachteiligt“ zu gelten haben, wird sich erst im Verlauf des Jahres zeigen. Einen sehr hohen Stellenwert hat die Teambildung in den beiden Gruppen mit je 12 Teilnehmer/innen; denn die soziale Kompetenz ist für einen erfolgreiches Berufsleben ebenso wichtig wie die fachliche Qualifikation.

Deswegen ist die internatsmäßige Unterbringung nicht nur eine logistische Lösung, sondern eine unverzichtbarer konzeptioneller Baustein. Die Teilnehmer/innen leben, lernen und arbeiten für dieses eine Jahr zusammen, verbringen auch große Teile ihrer Freizeit miteinander. Eigentliche Schulferien gibt es in diesem Zeitraum nicht, wohl aber gemeinsame Freizeiten mit Segeln, Bergwandern und – unter Finanzierungsvorbehalt – Auslandsaufenthalte in Entwicklungs- oder Schwellenländern.

Junge Menschen (Schulabgänger ohne Perspektive aber mit dem Willen, sich zu entwickeln, in Ausnahmefällen auch Noch-Schüler) werden nach einer Vorbereitungsphase in das Internat aufgenommen und dann vor allem auf einen stabilen, zufriedenstellenden und nachhaltigen Einstieg in das Berufsleben vorbereitet.

Das erklärte Ziel: Ein dauerhafter Arbeits- oder Ausbildungsplatz für jeden Teilnehmer.

Warum Internat?

Im Hintergrund steht ein ganzheitlicher Ansatz.

Dass jungen Menschen keinen Einstieg in ihre berufliche Zukunft finden, hängt meist damit zusammen, dass ein grundlegenderes Problem die Ursache ist, das nicht durch reine Vermittlungsgespräche, Praktika oder das Bewerbungstraining allein gelöst werden kann.

  • Lernbehinderungen, AD(H)S, Legasthenie u.ä. führten zu schlechten Schulleistungen
  • soziale Probleme zu Hause oder im Umfeld verunsichern, demotivieren
  • psychische Beeinträchtigungen schaffen Blockaden und Orientierungslosigkeit

Das integrative Konzept von pasapa holt die jungen Menschen da ab, wo sie stehen, berücksichtigt die vorliegenden Probleme ohne diese in den Vordergrund zu stellen und stimmt das individuelle Schulungs- und Coaching-Profil darauf ab. In der geforderten Intensität ist dies nur im Rahmen eines internatsmäßigen Aufenthaltes möglich, der im Regelfall 12 Monate dauert.

Schon der reguläre Tagesablauf trägt diesem Konzept Rechnung. Vereinfacht sieht dieser so aus:

Morgens/Vormittags:

  • Schulung
  • Gruppenarbeit
  • individuelles Coaching

Nachmittags:

  • praktische Arbeit in diversen Gewerken von der Wald- und Landarbeit über handwerkliche Bereiche (z.B. in der Sanierung und dem Ausbau der eigenen Gebäude) bis hin zu Gastronomie und Verwaltung

Abends:

  • Darbietungen, Themenabende, Events, Aufführungen (meist für die Öffentlichkeit zugänglich).

Kreative Potentiale fördern

Oft stecken in jungen Menschen, die im schulischen Bereich als „Aussteiger“ oder „Versager“ gelten oder aber solche, die aufgrund bestimmter offensichtlicher Begabungen nur einseitig gefördert wurden, hohe kreative Potentiale, die sich mangels Förderung nur chaotisch artikulieren können und daher im sozialen Gefüge kontraproduktiv wirken.

Deshalb werden die hausinternen Castings, Präsentationen und Darstellungen in bildenden und darstellenden Künsten einen wesentlichen Raum einnehmen.

Einbindung der lokalen Betriebe

Wie bereits erwähnt übernimmt pasapa ein Objekt als Standort der Einrichtung, für das ein erheblicher Sanierungsbedarf besteht. Dies wird nicht als Nachteil, sondern als Chance gesehen: Die Sanierung wird zum Gegenstand des Projektes selbst gemacht.

Bereits vorab wird der Kontakt zu den lokalen Betrieben aufgenommen, eine Versammlung organisiert, das Konzept vorgestellt und dann die die Sanierung des Objektes so ausgeschrieben, dass die aktive Beteiligung der Teilnehmer an den Nachmittagen konzeptioneller Bestandteil ist und von den Betriebsleitern in die Planung und Kalkulation einbezogen wird.

Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit mit örtlichen Gastronomiebetrieben gesucht.

Geplant ist, auf dem Gelände von pasapa diverse Werkstätten (vorerst im direkten Bezug zu den Sanierungsaufgaben, später dann als als Auftragsempfänger und Kooperationspartner regionaler Betriebe) zu realisieren, die den Möglichkeiten und Fähigkeiten der Teilnehmer angepasst sind. Angedacht sind zum Beispiel:

  • Fahrrad- und/oder Mopedwerkstatt
  • EDV-Verwertung und Recycling
  • Website Erstellung und Anwendungsentwicklung
  • Häusliche Hilfen (Haushaltshilfen, Gartenhilfen usw.)

Aufbau einer Tagungsstätte

Ab dem 3. Jahr ist geplant, einen Teil der Gebäude als kleinere Seminar- und Tagungsstätte für 10-14 Teilnehmer auszubauen. Deren Betrieb würde dann (neben fachkundigem Personal) zu den Aufgaben der Teilnehmer gehören.

Der Standort der Einrichtung

Die Bildungsstätte von pasapa wird im Harz lokalisiert sein. Der Standort wurde mit der Maßgabe ausgewählt, die Zielsetzung nach der "Konzentration auf das Wesentliche" zu unterstützen. Von daher wäre ein Standort mitten in einer Metropole kontraproduktiv. Der ländliche Raum, bevorzugt in einer eher abgeschiedenen Lage mit einem nicht zu klein bemessenen Grundstück wäre also wünschenswert. Denn die Erfahrung zeigt, dass auch die aktive Auseinandersetzung mit der Natur sehr positive Auswirkungen auf die Stabilisierung biografischer Situationen haben kann.

Mindestens 20 Schlafräume, genügend Gruppen- und Werkstatträume, Wohnräume für Mitarbeiter, eine professionelle Küche sowie ein größerer Mehrzweckraum für Darstellungen und Events wären ideal.

Derzeit sind mehrere Objekte im Gespräch. Bei allen liegt ein unterschiedlich hoher Sanierungsbedarf vor. Da das Projekt vorsieht, die Ausgestaltung der Räumlichkeiten zum integrativen Gegenstand des Projektes zu machen, ist diese Tatsache also kein Hinderungsgrund sondern wird im Gegenteil sogar begrüßt.

Fachliche Fundierung, Kooperationen

Fachliche Fundierung

Ein Projekt, das neue Wege geht, braucht auf Dauer eine fachliche Fundierung. Aus diesem Grunde wird pasapa von Anfang an einen Beirat bzw. Unterstützerkreis aus fachlich hochqualifizierten Persönlichkeiten aus den Bereichen Medizin, Psychotherapie/Psychologie und Pädagogik einrichten.

Kooperationen

Partnerschaften und Vertragsverhältnisse strebt pasapa wie bereits weiter oben erwähnt mit den Kostenträgern des öffentlichen Rechts an.

Diese wären:

  • Für Bildung, Erziehung und Arbeit zuständige Stellen und Ministerien in Kommunen, in Land, Bund und EU
  • Schulbehörden und Schulen, auch Förderschulen und Schulen in privater Trägerschaft
  • Agentur für Arbeit
  • Rentenversicherungsträger
  • Berufsgenossenschaften
  • Jugend- und Sozialämter
  • gesetzliche Krankenkassen
  • private Krankenkassen
  • Personalabteilungen mittelständischer und größerer Firmen.

Darüber hinaus werden Kooperationen mit Einrichtungen angestrebt, die jeweils in einem der Bereiche bereits tätig sind, so z.B. ADHS Kompetenzzentren, Kliniken, Reha-Einrichtungen, kirchliche Einrichtungen.

 

Rechtsform

pasapa ist derzeit ein eingetragener gemeinnütziger Verein. Weitere Rechtsträger (Genossenschaft, gGmbH) werden je nach Bedarf errichtet.

Pädagogik und Begleitung

Das Lehrangebot sowie die Begleitung und Betreuung wird von qualifizierten Fachkräften, (Sozial-)Pädagogen, Psychologen und Therapeuten geleistet. Dies gilt auch für die ambulante Nachbetreuung.

Zusätzlich wird eine enge Zusammenarbeit mit weiteren freiberuflichen pädagogischen Fachkräften, Therapeuten, Therapieeinrichtungen und Ärzten in der Region angestrebt.

Organisation, Verwaltung, Service

Als fest angestelltes Personal wird pasapa wenige Stammmitarbeiter im Bereich Organisation/Verwaltung beschäftigen. Für die ersten 2-3 Jahre ist nicht geplant, Mitarbeiter ausschließlich für die Verwaltung anzustellen. Jede Tätigkeit bei pasapa ist zumindest in der ersten Phase, im Idealfall auf Dauer, auch eine pädagogische. Es wird angestrebt, dass alle Mitarbeiter aktiv mit den jungen Menschen arbeiten. So wird es für die Küche zwar jemanden geben, der dort verantwortlich tätig ist, die dort anfallenden Arbeiten werden aber auf die Teilnehmer verteilt. Und auch die betriebliche Organisation bis hin zur Finanzverwaltung (Kostenstellenverwaltung) selbst soll – je nach Fähigkeit – auch von vobbja-Teilnehmern mit übernommen werden.

Am Standort wird darüber hinaus ein technischer Mitarbeiter benötigt, der für die Instandhaltung und Wartung der Gebäude, der Fahrzeuge und der technischen Anlagen zuständig sein wird. Auch hier werden die Teilnehmer nach entsprechender Anleitung praktisch integriert.

 

1Es wird hier wie auch im folgenden Text in der Regel nur die männliche Sprachform verwendet. Dabei ist von uns explizit immer die weibliche Form dazugedacht.

 

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